Der Beginn einer langen Tradition

Der Beginn einer langen Tradition

Ursprung

Ursprung

Sie wird aus Blätterteig gebacken. Ist mit einer Mischung aus Zwetschgen und Mandeln gefüllt – und in zwei Hälften aufgemacht: die „Schattenseite“ mit Zwetschgenfüllung. Die „Sonnenseite“ mit Mandelfüllung. Sie gehört als Königin der Glarner Spezialitäten zum kulinarischen Erbe der Schweiz. Und markiert den Beginn einer mittlerweile mehr als eineinhalb Jahrhunderte alten Confiserie-Dynastie: die berühmte Glarner Pastete. 

Doch woher stammt das Rezept eigentlich? Blätterteig-Gebäck war im Kanton Glarus bis Mitte des 18. Jahrhunderts nicht bekannt. Die Legende besagt, ein in der französischen Armee dienender Glarner Offizier hat das Rezept bei seiner Rückkehr in die Heimat mitgebracht. Nur: Die französische pâte feuilletée wird mit Fleisch, Meeresfrüchten oder Gemüse gefüllt. Nicht mit Mandeln und Zwetschgen...

Des Rätsels Lösung hat einen legendären Namen: Anna Aebli. Sie, die erste Glarner Pastetenbäckerin war es, die anno 1858 eine Blätterteig-Pastete kreiert hat, deren Inhalt nicht dem französischem Vorbild folgte. Das war die Geburt der süssen Glarner Pastete. Und der Beginn der Geschichte der Confiserie Aebli.